Was sind Marmas?

Das Sanskrit-Wort  Marman hat seinen Ursprung in der Wurzel mr, "töten", und bezeichnet Orte im Körper, an denen der Tod eindringen kann.

In der ayurvedischen Biologie und Medizin sind es die zentralen Stellen am menschlichen Körper, die sensitiv, verletzbar sind, sie liegen offen da und sind durch Unfälle, Krankheit oder Angriffe besonders gefährdet.

Es werden auch andere Bezeichnungen und Umschreibungen verwendet wie: Marma-Punkte, -Orte, oder vitale Stellen, Energiezentren, kritische Stellen, Wach- und Warnposten, Vitalpunkte, zentrale soziale und psychophysische Stellen, Meditationsorte.

Marmas gelten als lebensentscheidende Regulationszentren und beziehen sich auf  b i o l o g  i s c h e  F u n k t i o n e n  wie Haltung, Bewegung, innere und äußere Raumorientierung, Krafteinsatz, Koordination, Atmung und Kreislauf.

Aber auch auf  p s y  c  h i s c h e   F u n k t i o n e n  wie Planen, Wahrnehmen, Entscheiden und Durchführen sowie auf   s o z i a l e   F u n k t i o n e n  wie kulturelle Gewohnheiten, gesellschaftliche Muster und soziale Übereinkünfte.

Die insgesamt 107 M a r m a s werden nach Körpergegenden und Körperfunktionen in  f ü n f  G r u p p e n  eingeteilt:

S e h n e n -,  G e l e n k-,  M u s k e l-,  K n o c h e n-  und  B l u t g e f ä ß- Marmas.

Ist ein Marma getroffen, ist unser Lebensfluss behindert. Je nach Marma-Typ kann die Bedrohung schwach oder sehr stark sein. Ihre Funktionsfähigkeit soll erhalten oder regeneriert und von Blockaden befreit werden, damit ein volles Leben und Erleben ermöglicht werden kann. Wenn die Marmas lebendig sind, so ist der Lebensfluss an allen Stellen gesund. Sind sie blockiert, so zeigen sie, dass die Gesundheit bedroht ist.