Über Yoga

Das Wort Yoga bedeutet „verbinden/in Beziehung treten“. Durch die Yogapraxis trete ich in Beziehung zu meinem Körper, meinem Atem, meiner Wahrnehmung, meinen Gedanken und Gefühlen sowie meiner Mit- und Umwelt.

Yoga ist keine Religion, er schließt sie weder aus noch ein, sondern beschäftigt sich mit dem Menschen und seinem individuellen, subjektiven So-sein.

Yoga ist eine wissenschaftliche Methode, um den Menschen zu sensibilisieren. Im Gegensatz zu den objektiven Wissenschaften steht die subjektive, sinnliche Erfahrung des Einzelnen im Mittelpunkt der Betrachtung. Ein spürbarer Erfolg beim Üben wird sich am ehesten einstellen, wenn Körper, Geist und Seele auf ein erwartungsfreies Wahrnehmen des Hier und Jetzt eingestimmt sind.

Aus dieser offenen , neugierigen und nichtbewertenden Haltung von Achtsamkeit heraus, kann sich Unerwartetes und Unbewusstes zeigen und jederzeit Neues oder Veränderung geschehen. In der Reaktion des Körpers kann jeder selbst spüren und durch Beobachtung herausfinden, wo die Grenze seiner Leistungsfähigkeit liegt. Somit kann ein bestimmter Zustand empfunden und erkannt werden. Wir sind Beobachter und Beobachtete in einem.

Diese Fähigkeit soll auf die gesamte Persönlichkeit ausgedehnt werden: ich beobachte mich selbst, reflektiere (denke über mich selbst nach), nehme Empfindungen wahr.

In den Asanas (Yoga-Körperhaltungen) lernt der/die Yoga-Praktizierende sich gleichzeitig als Individuum anzunehmen und innerhalb einer Gruppe seinen/ihren Platz auf verschiedenen Ebenen der körperlichen und geistigen Fähigkeiten  einzunehmen. 

Erst durch die Wahrnehmung und Bewusstwerdung verschiedenster Fehl- und Schutzhaltungen  kann Veränderung stattfinden.

Yoga lehrt uns, mit sich und seinem Körper wieder ins Reine zu kommen. Doch um diesen Zustand zu erreichen, ist Geduld und Ausdauer nötig.

Die Kunst des Yoga ist es zu wissen, was die verschiedenen Körperräume brauchen, um sich wohl zu fühlen.